Schwingungsschaden an einer Montageanlage

An einer noch nicht lange in Betrieb befindlichen Montageanlage wurde ein Mitarbeiter durch ein plötzlich abgerissenes Bauteil der Anlage verletzt. Die Betreiberin der Anlage ließ den Fall unabhängig prüfen, da sie einerseits sichere Betriebsmittel zur Verfügung stellen und Mitarbeiter schützen muss sowie andererseits selbstverständlich ein Interesse daran hatte, mögliche technische Fehler zu identifizieren.

Beauftragt wurde:

  1. Überprüfung, ob die Anlage die vereinbarten technischen Spezifikationen erfüllt;
  2. prüfen, inwieweit die Anlage der Richtlinie 2006/42/EG („Maschinenrichtlinie“) entspricht;
  3. Feststellung der technischen Ursache für das Versagen von Bauteilen und einzelnen Komponenten der Anlage.

Festgestellt wurde unter anderem:

  1. Hohe Schwingungsamplituden wurden festgestellt. Die gebrochenen Bauteile wurden strukturmechanisch und strukturdynamisch sehr unterschiedlich beansprucht. Ein Entwicklungsfehler wurde identifiziert.
  2. Die Bedingungen für das Inverkehrbringen von Maschinen in europäischen Wirtschaftsraum wurden vom Hersteller nicht im Sinne der anzuwendenden Richtlinie 2006/42/EG („Maschinenrichtlinie“) erfüllt.
  3. Folgende Fehlertypen lagen vor: Konstruktionsfehler/Entwicklungsfehler sowie Instruktionsfehler.